Das Trauma

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2017-10-19

 

Nach einem traumatischen Ereignis entwickeln etwa 20% der Menschen langfristige Symptome wie Erinnerungen an das anfänglichee Trauma, Albträume, Vermeidung von Reizen im Zusammenhang mit dem Trauma und Hypervigilanz (Riedesser & Fischer, 2007). In diesem Fall betreffen traumatische Ereignisse sowohl den Körper als auch den Geist, wobei die Person so reagiert, als ob das traumatische Ereignis noch immer stattfindet. "Trauma stört weiterhin die visuelle, auditive und/ oder andere somatische Realität des Lebens seiner Opfer" (Rothschild, 2015).

 

Es kann ein Wechsel von Perioden übermäßiger Aktivierung und Erschöpfung auftreten, und die unerwartete Erinnerung an das traumaähnliche Elemente führt zu Panik. Es ist auch möglich, die Immobilität oder die Dissoziation installiert zu werden, d.h. Überlebensmechanismen, auf die die Psyche aufgrund des Mangels an anderen adaptativeren Mechanismen zurückgreift. Obwohl diese Mechanismen an sich unangemessen sind, haben sie eine wichtige Schutzfunktion. Während des traumatischen Ereignisses kann die Spaltung des Bewusstseins (Dissoziation) als eine instinktive Reaktion auftreten, um das Selbst vor Leiden zu schützen. Daher ist es möglich, dass sich manche Menschen an ein Trauma nur als starke Emotionen oder Körperempfindungen erinnern.

 

Die Veranlagung für die Schwierigkeit des Stressmanagements liegt wahrscheinlich in den  Kindheitsereignissen wie Vernachlässigung, körperlichem und sexuellem Missbrauch und unangemessener Bindungsbeziehung mit der primären Bezugsperson. Glücklicherweise können die mit Bindungsstörungen verbundenen Defizite weitgehend durch die Hilfe von bedeutenden Personen wie dem besten Freund, einem besonderen Lehrer oder einer anderen nahestehenden Person kompensiert werden.

 

Im Heilungsprozess des Traumas mit der Psychotherapie ist der Körper eine wichtige Ressource. Der Patient wird von dem Psychotherapeut begleitet, auf dem Hintergrund eines ruhigen Zustandes den eigenen Körper zu empfinden.

 

Im Alltag kann der traumatisierte Mensch "Oasen" bilden, also Aktivitäten, die Konzentration erfordern. Auf diese Weise werden die Hyperaktivität und die Intensität des inneren Dialogs reduzieren, und das Trauma wird abschwächen. Beispiele von solchen Oasen: Gartenarbeit, Lesen, Stricken, Reparaturen usw. Sinnvoll sind auch die "Anker", d.h. beobachtbare Ressourcen wie eine Person, ein Objekt, ein Tier oder eine Aktivität, die einen Zustand der körperlichen und emotionalen Erleichterung mit sich bringen.

 

Referenzen:

 

Riedesser, P., Fischer, G. (2007). Lehrbuch der Psychotraumatologie. Bukarest: Trei Verlag. (ins Rumänische)

 

Rothschild, B. (2015). Der Körper erinnert sich. Die Psychophysiologie des Traumas und der Traumabehandlung. Bukarest: Herald Verlag. (ins Rumänische)

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Ein Herz voller Dankbarkeit ist wie ein Magnet für das Wohlbefinden. Die Kultivierung von positiven Gedanken und Emotionen beeinflusst die Dopamin- und Serotoninspiegel ähnlich wie Antidepressiva.
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Unsere irrationalen oder negativen Gedanken und überwältigenden Erfahrungen erzeugen psychisches Leiden, unangemessene Reaktionen und organische Ungleichgewichte. Es ist ratsam, eine aktive Einstellung zu haben, um die geistige und körperliche Gesundheit wiederherzustellen. Die psychologische Beratung und die Psychotherapie sind sanogene zwischenmenschlichen Interaktionen, die darauf abzielen, Lösungen für die stressigen, emotionalen oder existenziellen Herausforderungen zu finden, denen Sie zu einem Zeitpunkt begegnen. Das Leben ist jedoch wichtiger als die Therapie. Deshalb sollten wir täglich Toleranz, Großzügigkeit, positive Emotionen, Mut und Rationalität kultivieren, um das Leben zu genießen.
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